Johannes Brenz – 500 Jahre in Schwäbisch Hall - Kein Bildersturm in unserer Reichsstadt
Sein Thema umfasst die Frage, ob religiöse Bilder überhaupt erlaubt seien. Dies wurde seit Bestehen des Christentums diskutiert, kann doch das zweite Gebot als absolutes Bilderverbot gedeutet werden. Der Vortrag ordnet den reformatorischen Bilderstreit in die vorangegangenen theologischen Konflikte ein.
Johannes Brenz lehnte anfänglich figürliche Bildwerke in Kirchen strikt ab, änderte aber seine Einstellung im Sinne Luthers und befürwortete schließlich deren Beibehaltung. Die Aufgabe von religiöser Kunst wurde aber neu definiert. In St. Michael haben sich Werke erhalten, die im reformatorischen Sinne verändert wurden und somit das neue Verständnis sakraler Kunst widerspiegeln. Dazu gehört der Dreikönigsaltar, an dem Brenz vor 500 Jahren erstmals das Abendmahl in beiderlei Gestalt reichte.
Referent: Dr. Armin Panter, früher Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall,
wo er insgesamt 32 Jahre wirkte
Dienstag, 17. November 2026, 19 Uhr
Gemeindesaal Christus König, Naumannstr. 6, Schwäbisch Hall
Kolpingsfamilie Schwäbisch Hall