Gibt es einen gerechten Krieg?
Kann ein Krieg gerecht sein? Kann man sich nicht kaum einen größeren Gegensatz vorstellen als den zwischen Gerechtigkeit und Krieg? Bezeichnet der Begriff der Gerechtigkeit nicht das Gegenteil von Unrecht und Unterdrückung, Benachteiligung und Gewaltherrschaft? Ist Krieg nicht demgegenüber untrennbar verbunden mit der Entfesselung von Gewalt, mit unermesslichem Leid und dem Tod einer Vielzahl von Menschen?
Lässt sich aber andererseits über Krieg wirklich sprechen, ohne dass man Fragen der Gerechtigkeit und der Moral berührt? War es moralisch falsch, dass Großbritannien und Frankreich am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärten, um es an der Unterwerfung Polens zu hindern? Und wäre es nicht vielleicht moralisch richtig gewesen, wenn militärisch hinreichend potente Staaten 1915/16 den Völkermord an den Armeniern oder 1994 den Völkermord an der Tutsi-Minderheit in Ruanda durch ein militärisches Eingreifen gestoppt hätten?
Der Vortrag macht deutlich: Wer Krieg verhindern will, muss danach fragen, unter welchen Bedingungen Krieg moralisch gerechtfertigt wäre. Die Theorie des gerechten Krieges stellt dafür einen wichtigen Maßstab zur Verfügung, der es ermöglicht, die Illegitimität eines Krieges zu erkennen.
Referent: Dr. Reinold Schmücker, Professor für Philosophie an der Uni Münster
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr
Online über Zoom (den Link erhält man nach Anmeldung)
Anmeldung: im Anmeldeformular unten
Teilnahmebeitrag: 5,- Euro
Veranstalter: keb Kreis Schwäbisch Hall
Anmeldeformular
Newsletter - Programmheft
Gerne schicken wir Ihnen halbjährlich das gedruckte Programmheft und monatlich den e-Mail-Newsletter kostenlos und unverbindlich zu! Schicken Sie uns dazu bitte Ihre Adresse bzw. e-Mail-Adresse.