Führung auf dem Jüdischen Kulturweg Braunsbach
Vertrieben aus den mittelalterlichen Städten und aus weiten Teilen des ländlichen Raumes siedelten sich Juden in einigen Dörfern in Hohenlohe an, wo sich der jeweilige Landadel Vorteile von einer jüdischen Bevölkerung versprach. Die jüdischen Familien, die hauptsächlich vom Handel lebten, wurden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region um Kocher, Jagst und Tauber.
In Braunsbach entwickelte sich unter dem Schutz der Herren von Crailsheim zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde, die bis 1942 bestand und zeitweise ein Drittel der Ortsbevölkerung ausmachte. Der überregionale Handel sowie die internationalen familiären Verflechtungen eröffneten der jüdischen wie der christlichen Bevölkerung eine erweiterte Perspektive. Ab 1834 war hier der Bezirksrabbiner ansässig, der für alle jüdischen Gemeinden im heutigen Landkreis Hall zuständig war.
Noch heute erinnern die ehemalige Synagoge, der jüdische Friedhof, das Rabbinatsgebäude sowie Wohnhäuser u.a. an die ehemaligen jüdischen Mitbürger. Der „Jüdische Kulturweg Braunsbach“ führt zu neun Stationen, die von der jüdischen Geschichte des Ortes Zeugnis ablegen.
Dauer der Führung ohne Friedhof: ca. 1 Stunde
Dauer der Führung mit Friedhof: ca. 2 Stunden
Hinweis: Männer brauchen für den Friedhofsbesuch eine Kopfbedeckung.
Referentin: Elisabeth M. Quirbach, Rabbinatsmuseum Braunsbach
Dienstag, 14. Oktober 2025, ab 16.30 Uhr
Treffpunkt ist der Marktplatz in Braunsbach
bis Dienstag, 14. Oktober, 12 Uhr im Anmeldeformular unten
6,- Euro
keb Kreis Schwäbisch Hall in Kooperation mit dem Evang. Kreisbildungswerk
Anmeldeformular
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