Alles Trauma – oder was?

Es gibt vielfältige Varianten von Traumata. Allgemein spricht man dann von einem Trauma, wenn eine Person in der Vergangenheit ein oder mehrere Ereignisse erlebt hat, die mit einem enormen Stress und Gefühl von Hilfslosigkeit verbunden waren, und die noch heute im hier und jetzt als belastend erlebt werden.

Was für eine einzelne Person als Trauma erlebt wird, ist sehr individuell. So kann ein und dasselbe Ereignis für eine Person traumatisierend wirken, auf eine andere Person hingegen nicht. Auch das Miterleben eines belastenden Ereignisses oder das Wissen, dass einer geliebten Person etwas Belastendes geschieht, kann traumatisierend wirken.

Eine seelische Verletzung (Trauma) kann bei Betroffenen Spuren hinterlassen, die sich in unterschiedlicher Form im Alltag zeigt und uns manchmal befremdlich erscheint. Wir begegnen diesen Menschen in unserem Alltag, in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule.

Mit dieser Online-Seminarreihe wollen wir Orientierung bieten: Was ist ein Trauma? Woran kann ich eine Traumatisierung erkennen? Was tue oder lasse ich im Umgang mit Betroffenen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in akuten Ausnahmesituationen?

 

Online-Seminarreihe

Mittwochs 29. Sept., 13. Okt., 20. Okt. 2021, 17 – 19 Uhr

Referentin:   Dipl. Päd. Katrin Boger; Praxis für Psychotraumatologie (Aalen)
Zielgruppe:   interessierte Laien, Erzieher, Lehrer

Kosten:          Kostenfrei

Anmeldung: bis zum 15.09.2021 beim Familienbund der Katholiken: familienbund@blh.drs.de

                        Teilnehmer erhalten den Zugangslinkt am Tag vor der Veranstaltung

  1. Abend „Alles Trauma oder was?“

Mittwoch, 29.09.2021
Wann reden wir überhaupt von einem Psychotrauma? Wie können wir dieses im Alltag erkennen und wie können wir uns das Verhalten von traumatisierten Menschen im Alltag erklären? An diesem Abend soll ein Einblick über die Entstehung, die genaue Definition von Psychotrauma vom Säugling bis zum Erwachsenen, über die gehirnphysiologischen Vorgängen und den daraus resultierenden Symptomen gesprochen werden.

  1. Abend „Umgang mit traumatisierten Menschen – was tun bzw nicht tun?“

Mittwoch, 13. 10.2021

(Traumatisierte) Menschen sind hochkreativ im Entwickeln von verschiedensten Überlebensstrategien, um ihren Alltag zu meistern. Häufig wirken diese Überlebensstrategien aber auf ihre Mitmenschen befremdlich und nicht nachvollziehbar. Es kommt zu Irritationen und zwischenmenschlichen Konflikten, die nicht so selten zur Retraumatisierung der Betroffenen führt. Was also tun bzw nicht tun? Dieser Abend soll ein Überblick über mögliche Überlebensstrategien traumatisierter Menschen und deren Umgang damit geben.

  1. Abend „Ausnahmesituationen – was tun?“

Mittwoch, 20.10.2021

Manchmal geschehen Dinge im Leben, die man sich weder gewünscht, noch gewollt hat. Sie sind aber geschehen und können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Viele dieser Ereignisse lassen uns wachsen und stärker und führen zu einem intensiveren und bewussteren Leben. Manche dieser Ereignisse lassen uns aber nicht mehr los und verfolgen uns. Es ist, als ob sie erst gestern geschehen sind. Hier sprechen wir von „Traumata“. Wie kann ich als Betroffener damit umgehen bzw. was kann ich als naher Angehöriger/ Freund so jemanden raten. An diesem Abend soll es um eine Art „erste Hilfe“ in Akutsituationen und erste Stabilisierungsmöglichkeiten gehen.

 

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