Online-Vortrag und Gespräch: Moderne Kosmologie und biblisches Schöpfungsverständnis – ein Widerspruch?

Jakob Georg Heller

Do 29. Apr. 2021, 19.30 Uhr (ab 19.20 Uhr Technikcheck)

Ort: online über Zoom (den Link erhält man nach Anmeldung)

 

Die moderne Kosmologie geht davon aus, dass unser Universum, so wie wir es heute beobachten können, das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses ist, der etwa 14 Milliarden Jahre dauerte. Ausgehend vom häufig als „Big Bang“ bezeichneten Anfang dieses Prozesses entstehen demnach aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten zunächst die Grundbausteine der Materie, später einzelne Elemente und schließlich die Sterne, Planeten und Galaxien, zu denen auch die Erde gehört, auf der wir leben. Die Bibel hingegen schildert die Schöpfung als ein bewusstes und absichtsvolles Handeln Gottes, der die Welt in sechs Tagen formt und gestaltet.

Diese völlig unterschiedlichen Beschreibungen der Entstehung der Welt werden häufig als Gegensätze, ja als Widersprüche wahrgenommen. Vielen gelten sie als Beleg dafür, dass moderne Naturwissenschaften und christlicher Glaube unvereinbar seien. So geht etwa der bekannte, 2018 verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking davon aus, dass die moderne Kosmologie die Vorstellung eines Schöpfergottes obsolet mache oder gar widerlege. Auch fundamentalistische Christen, vor allem aus dem Bereich evangelikaler Gemeinschaften, halten moderne Kosmologie und christliche Schöpfungsvorstellungen für widersprüchlich – wobei sie anders als die genannten Naturwissenschaftler aber die biblische Schöpfungserzählung für wahr und die moderne Kosmologie für eine Illusion oder gar bewusste Täuschung halten.

Es ist allerdings keineswegs notwendig, moderne Kosmologie und biblisches Schöpfungsverständnis so konfrontativ gegeneinander zu stellen, wie es diese beiden Positionen tun. Vielmehr ist es auch möglich, sie als zwei Sichtweisen auf die Wirklichkeit zu betrachten, die einander ergänzen und bereichern. Wie dies möglich ist und weshalb gerade der biblische Schöpfungsbericht eine solch konstruktive Verhältnisbestimmung von moderner Kosmologie und christlicher Schöpfungsvorstellung nahelegt, wird Gegenstand des Vortrags sein.

 

Do 29. Apr. 2021, 19.30 Uhr (ab 19.20 Uhr Technikcheck)

Ort: online über Zoom (den Link erhält man nach Anmeldung)

Referent: Jakob Heller, Diplom-Physiker, Philosoph (MA) und Diplom-Theologe

Beitrag: 5,- EUR erbeten, nach Teilnahme zu überweisen

Anmeldung: bis 27. Apr. bei der keb (Tel. 0791 9466845; Mail: keb.schwaebisch-hall@drs.de, oder unten im Anmeldeformular)

Veranstalter: keb Schwäbisch Hall

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