Führung auf dem Jüdischen Kulturweg Braunsbach

Mo 5. Okt. 2020, 15 Uhr

Ort: Treffpunkt ist der Marktplatz in Braunsbach

Vertrieben aus den mittelalterlichen Städten und aus weiten Teilen des ländlichen Raumes siedelten sich Juden in einigen Dörfern in Hohenlohe an, wo sich der jeweilige Landadel Vorteile von einer jüdischen Bevölkerung versprach. Die jüdischen Familien, die hauptsächlich vom Handel lebten, wurden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region um Kocher, Jagst und Tauber.

In Braunsbach entwickelte sich unter dem Schutz der Herren von Crailsheim zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde, die bis 1942 bestand und zeitweise ein Drittel der Ortsbevölkerung ausmachte. Der überregionale Handel sowie die internationalen familiären Verflechtungen eröffneten der jüdischen wie der christlichen Bevölkerung eine erweiterte Perspektive. Ab 1834 war hier der Bezirksrabbiner ansässig, der für alle jüdischen Gemeinden im heutigen Landkreis Hall zuständig war.

Noch heute erinnern die ehemalige Synagoge, der Friedhof, das Rabbinatsgebäude sowie Wohnhäuser u.a. an die ehemaligen jüdischen Mitbürger. Der „Jüdische Kulturweg Braunsbach“ führt zu neuen Stationen, die von der jüdischen Geschichte des Ortes Zeugnis ablegen.   

 

Dauer der Führung ohne Friedhof: ca. 1 Stunde

Dauer der Führung mit Friedhof: ca. 2 Stunden

Hinweis: Männer brauchen für den Friedhofsbesuch eine Kopfbedeckung. Im Anschluss der Führung besteht die Möglichkeit eines Besuchs des Rabbinatsmuseums.

 

Mo 5. Okt. 2020, 15 Uhr

Ort: Treffpunkt ist der Marktplatz in Braunsbach

Referentin: Elisabeth M. Quirbach, Rabbinatsmuseum Braunsbach

Anmeldung: bis 1. Okt. bei der keb Schwäbisch Hall (Tel. 0791 9466845; Mail: keb.schwaebisch-hall@drs.de, oder mit dem Anmeldeformular unten)

Veranstalter: keb Schwäbisch Hall und Evang. Kreisbildungswerk

Beitrag: Spende erbeten

 

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