Eugen Bolz – Ein christliches Martyrium im Nationalsozialismus

Domkapitular Thomas Weißhaar, Beauftragter für das Seligsprechungsverfahren von Eugen Bolz

Der vor 140 Jahren in Rottenburg geborene Eugen Bolz (1881–1945) hätte verdient, viel bekannter zu sein als er es tatsächlich ist. Nach einem juristischen Studium trat er in die Zentrumspartei ein und vertrat im Reichstag den Wahlkreis, der u.a. Ellwangen und Gaildorf umfasste. Er gehörte dem Landtag des freien Volksstaats Württemberg an, dessen Staatspräsident er von 1928 bis 1933 war. Nachdem er von den Nationalsozialisten aus dem Amt verdrängt war, zog er sich ins Privatleben zurück. In den 40er-Jahren kam er in Kontakt zum Widerstandskreis um C.F. Goerdeler, und wurde auf dessen Liste für eine Regierung nach dem Sturz Hitlers als Innen- bzw. Kultusminister geführt. Nach dem misslungenen Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt. Am 23. Januar 1945 wurde er hingerichtet.

Seit 2015 läuft das von der Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnete Seligsprechungsverfahren.

 

Montag, 29. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Gemeindehaus St. Bonifatius, Beuerlbacherstr. 3, Crailsheim

Referent: Domkapitular Thomas Weißhaar, Offizial der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Bischöflicher Beauftragter für das Seligsprechungsverfahren von Eugen Bolz

Veranstalter: keb Kreis Schwäbisch Hall in Kooperation mit Katholischer Kirchengemeinde, Stadtarchiv Crailsheim und Historischem Verein