Demut und Widerstand. Haltung zeigen in unruhigen Zeiten - Theologische Studientagung

Demokratie ist angesichts erstarkender populistischer Bewegungen keineswegs mehr selbstverständlich. Neu muss gelernt werden, wie individuelle und soziale Freiheit zusammengehören. Es braucht intellektuell und spirituell überzeugte und überzeugende Menschen, die sich unbestechlich auch einmischen können und Verantwortung übernehmen. Widerstandskraft aus Vernunft und Glauben ist nötiger denn je. Und dazu gehört das Wissen um die eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Allerdings wurde Demut im Christentum allzu oft als Selbsterniedrigung (miss-)verstanden und als Herrschaftsinstrument benutzt; dabei ist doch Geerdetsein gemeint, mit höchst ökologischen Konsequenzen. Authentische Mystik macht entschlossen und widerständig, setzt befreiende Kräfte frei. Prophetinnen und Propheten, Ordensleute und eben Mystikerinnen und Mystiker – so könnte man die historische Linie entschiedener Christenmenschen bis in die Gegenwart ziehen. Welche Bedeutung hat ihr Zeugnis heute? Wie politisch darf oder muss der christliche Glaube sein? Wie kann Mystik heute zur Kraftquelle und Orientierungshilfe werden – in einer bedrohten Welt, in prekären Lebensverhältnissen und fragilen Biographien?

 

Fr 1. – Sa 2. Juli 2022

Ort: Tagungszentrum Hohenheim, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Referenten/Leitung: Dr. Gotthard Fuchs, Dr. Erika Straubinger-Keuser

Preis: 198,- Euro (EZ) / bei coronabedingter Teilnahme-Begrenzung: 210,- Euro

Anmeldung: bis 1. Mai unter: theologie@bo.drs.de

Veranstalter: Fachbereich Theologie und Spiritualität, Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit der keb Diözese Rottenburg-Stuttgart