Vortrag und Gespräch: Jüdisches Leben in Schwäbisch Hall

Bild: Christiane Raabe In: Pfarrbriefservice.de

Vom ältesten Nachweis einer jüdischen Gemeinde in Schwäbisch Hall 1241 bis zur Deportation der letzten Gemeindemitglieder 1942 spannt sich ein langer Bogen christlich-jüdischer Kooperation und Konfrontation. Die mittelalterliche jüdische Gemeinde endete durch Vertreibung im frühen 15. Jahrhundert; erst 1688 wurde wieder Menschen jüdischen Glaubens die dauerhafte Niederlassung in der Stadt bzw. der Vorstadt Unterlimpurg gestattet – gegen den massiven Widerstand der evangelischen Geistlichen. Im 19. Jahrhundert verlagerte sich der Schwerpunkt der Gemeinde in die Innenstadt. Nach 1933 folgte die schrittweise Entrechtung und Enteignung der Hallerinnen und Haller jüdischen Glaubens. 42 Menschen wurden im Holocaust ermordet. Anhand von Beispielen zeichnet der Vortrag die Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Mitglieder nach.

 

Do 18. Nov. 2021, 19.30 Uhr

Ort: Brenzhaus, Mauerstr. 5, Schwäbisch Hall

Referent: Dr. Andreas Maisch, Stadtarchivar Schwäbisch Hall

Anmeldung: EKS 0791 94674-150/-151, eks@brenzhaus.de

Veranstalter: EKS, keb Kreis Schwäbisch Hall, VHS, „Geschichts-Werkstatt. Förderverein des Stadt- und Kreisarchivs“ und Stadtarchiv Schwäbisch Hall